BMW 7er: Erster Fahrbericht

Zweifelsfrei entstammt der neue Thronfolger dem 7er-Geschlecht. Die riesige BMW-Niere steht für unbedingte Dominanz. Designer nennen es Präsenz, der Volksmund dagegen (Überhol-) Prestige. Unmissverständlich zeigt die Front, wer herannaht, während sich das gedrungene Heck fürs forsche Auftreten entschuldigt - ein enteilender 7er-BMW könnte als künftiger 5er durchgehen.
 


 

Selbsterklärende Bedienung

Leicht öffnen die Türen - der BMW heißt seinen Gast willkommen. Selbst ohne Anleitung eines Insiders ist der 7er in Bewegung zu setzten. In der Hosentasche steckt der Schlüssel, der rechte Fuß steht auf der Bremse, während der Zeigefinger den Start-Stopp-Knopf drückt. Der Sechszylinder erwacht, gibt sich nur geübten Ohren als Diesel zu erkennen. Fahrstufe D einlegen, Bremse lösen, der 7er rollt - das war beim Vorgänger nicht selbstverständlich.

Trotz Aufladung hängt der Dreiliter-Direkteinspritzer gut am Gas, beschleunigt sämig auf Stadttempo und verdrückt sich mit dem Lüftungsrauschen der Klimaanlage in den akustischen Hintergrund. Äußerungen von Fahrbahn und Straßenleben sind meist präsenter - die Schalldämmung hinterlässt kein Glasglocken-Gefühl.

Straffe Fahrwerksabstimmung

Selbst auf langen Strecken sind die Passagiere vorn wie hinten hervorragend in ihre Sitze gebettet. Doch sie vergessen nie, dass sie in einem BMW reisen: Selbst auf der Stellung Comfort des dreifach verstellbaren Fahrwerks kommt noch deutliche Rückmeldung von Straßenschäden.

Sie verstärkt sich, falls den Chauffeur die Freude am Fahren packt - und er auf Stellung Sport die typische BMW-Dynamik aufspürt. Dass im Verborgenen eine Hinterradlenkung (1.750 Euro) mitarbeitet, irritiert nicht, wird stattdessen als Eifer registriert, mit dem sich die stattliche Karosse in die Kurven wirft.

Auch die weiteren Assistenzsysteme wie das vibrierende Lenkrad beim Überfahren von Straßenmarkierungen oder das adaptive Kurvenlicht geben unaufdringlich Hilfestellung. Allerdings summieren sich die praktischen Helferlein bis auf die Kosten eines stattlichen Kleinwagens, was den Preis des 730d (69.500 Euro) sprunghaft erhöht. Und wer tatsächlich die feudale Fortbewegung nach Art von Staatschefs liebt, wird wohl kaum auf Lederausstattung (2.750 Euro) und Sitzheizung (440 Euro) verzichten wollen.

Den kompletten Fahrbericht zum neuen BMW 7er lesen Sie in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 21, ab dem 25. September im Handel.  

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    Anzeigen in der Instrumentenkombination
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